Ehrenamt mit tierischen Helfern
Werner Traud – der Vater der lebenden Krippe
Esel Kasimir und Ochse Wieland
hatten wieder tierisch Spaß auf
dem Balver Weihnachtsmarkt. Seit
der Uraufführung der lebenden
Krippe im Jahr 1998 stellen sie zusammen
mit den Darstellern des
Festspielvereins ihre schauspielerischen
Qualitäten unter Beweis.
Auch in diesem Jahr ging das ungewöhnliche
Ensemble wieder auf der
Freiluftbühne in Position. Zu verdanken
haben sie das unter anderem dem
Ehrenvorsitzenden des Festspielvereins,
Werner Traud.
Im Dezember 1997 traf dieser sich mit
Franz Jedowski auf dem Weihnachtsmarkt
und durch Zufall kam den beiden
die Idee, dort ein Krippenspiel auf die
Beine zu stellen. „Die Tiere kommen bis
heute von Franz Jedowski, ich habe die
Schauspieler aus dem Festspielverein
Balver Höhle mitgebracht, und Alfons
Mölle schrieb das Stück für uns“, so
Werner Traud. Von 1998 bis 2000 wurde
eine kürzere Fassung aufgeführt. Das
eigentliche Krippenspiel mit der Herbergssuche
feierte im Jahre 2001 auf
dem Drostenplatz Premiere.
Bis heute läuft die ganze Organisation
ehrenamtlich und allein die Motivation,
„das Geschehen der Heiligen Nacht in
einfacher Form darzustellen und den
Zuschauern diese Freude zu übermitteln,
reicht aus, um dieses Stück jedes
Jahr auf die Beine zu stellen“, so Werner
Traud. Besonderen Spaß bereitet ihm
auch die Arbeit mit den Tieren. „Sie machen
das ganze Stück erst richtig lebendig.
Man fühlt sich immer mittendrin.“
Werner Traud ist nicht nur Organisator
des Krippenspiels, sondern hat auch
eine schöne Detail-Idee in das Stück
mit einfließen lassen: Er erweiterte das
Spiel um die Engel, die von der Treppe
des Drostenhauses herabsteigen. Jedes
Jahr ist der Regisseur mit vollem Elan
bei seinen Schauspielern und steht am
liebsten in der ersten Reihe: „Ich freue
mich, wenn alles echt rüber kommt.“
Nach den gelungenen Aufführungen in
diesem Jahr freut sich der Mitbegründer
schon auf das kleine Jubiläum in 2012:
15 Jahre steht die Geschichte dann
schon auf der Bühne und jeder der 28
Mitwirkenden freut sich jedes Mal aufs
Neue über die zahlreichen Besucher, die
sich an dieser Geschichte erfreuen.






