Frischer Wind für die Erwachsenenbildung
Achim Puhl neuer Leiter der VHS Menden-Hemer-Balve
Auch wenn einem auf dem Weg
zwischen Balve und Menden im
Hönnetal zurzeit sprichwörtlich
Steine in den Weg gelegt werden,
Achim Puhl möchte in seiner neuen
Aufgabe genau das Gegenteil
bewirken. Kurze Kommunikationswege
und integrierte Teamarbeit
zwischen den Städten des
Volkshochschulverbundes sollen
als Grundlage dienen, um für jeden
Ort und jeden Einwohner
der drei Städte das bestmögliche
Angebot an Erwachsenenbildung
bieten zu können.
Dass Achim Puhl ein Mensch ist, der die
Initiative ergreift und möglichst viel erreichen
möchte, zeigt sich sehr schnell.
Der neue Leiter und Geschäftsführer
der Volkshochschule Menden-Hemer-
Balve hat in seinem Leben bereits viel
erlebt und dabei sowohl in beruflicher
als auch in privater Hinsicht zahlreiche
spannende und wichtige Erfahrungen
gesammelt.
„Hier habe ich zu schätzen
gelernt, was Deutschland
im Bereich der Bildung,
insbesondere der Erwachsenenbildung
leistet.“
Dass es den gelernten Tischler einmal
in den Bereich der Erwachsenenbildung
ziehen würde, war nicht von
Anfang an sein Bestreben. „Ich war
damals recht schlecht in der Schule,
bin öfters durchgefallen“, berichtet
Achim Puhl aus seiner Jugend. „Nach
der Schule und meiner Ausbildung als
Tischler habe ich beschlossen, für einige
Jahre nach Portugal zu gehen. Hier
habe ich dann zu schätzen gelernt, was
Deutschland im Bereich der Bildung,
insbesondere der Erwachsenenbildung
leistet.“ Dies trieb den VHS-Leiter an,
ein Studium in diesem Bereich an der
Universität Augsburg zu absolvieren.
„Im Gegensatz zur Schule hat mir das
Studium viel Spaß bereitet. Hier war
ich komplett in meinem Element und
konnte nun das machen, was ich wirklich
wollte“, erzählt Achim Puhl weiter.
Der Erwachsenenbildung und sozialen
Arbeit ist er dann auf seinen zahlreichen
folgenden Stationen treu geblieben.
So arbeitete Achim Puhl lange
Zeit im Bereich der Forschung für Institute
wie das DIE (Deutsches Institut
für Erwachsenenbildung) oder das ISS
(Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik).
Hier war es vorrangig die
Aufgabe herauszufinden, welches Entwicklungspotenzial
in den Bereichen
der Erwachsenenbildung und sozialen
Arbeit steckt und was sich in Zukunft
ändern bzw. verbessern lässt.
Die Volkshochschule soll
positiver wahrgenommen
werden
Auch in seiner Aufgabe bei der VHS
Menden-Hemer-Balve möchten er und
das Mitarbeiterteam möglichst viel bewegen.
Hier sieht Puhl eine der größten
Herausforderungen in einer nach den
individuellen Bedürfnissen der Bürger
ausgerichteten Umpositionierung
der VHS. „Unsere Volkshochschule
muss insbesondere in den Städten mit
rückläufigen Teilnehmerzahlen, Hemer
und Menden, positiver wahrgenommen
werden. Balve hingegen hat
stabile Anmeldezahlen, doch auch hier
wollen wir das positive Image voran
treiben.“ Achim Puhl stellt sich hierzu
ein langfristig angelegtes neues Marketingkonzept,
zum Beispiel neu gestaltete
Kurshefte, vor. Doch wichtiger
als das äußerliche Erscheinungsbild
ist das Angebot an Kursen. Möglichst
jeder Mendener, Hemeraner und Balver
soll auf seine Kosten kommen und
einen Kurs nach seinem Geschmack
finden. Dies ist für Puhl eine weitere
Herausforderung seiner neuen Aufgabe,
denn jede Stadt hat andere Bedürfnisse
und diese können aufgrund
der unterschiedlichen räumlichen
Gegebenheiten unter Umständen nur
schwer befriedigt werden. So gibt es in
Hemer mit dem Sauerlandpark mittlerweile
einen hervorragenden Ort,
um Kurse aller Art zu halten. Balve
hingegen hat lediglich zwei Kursräume
zur Verfügung. Dass die Räume dort
optimal genutzt werden, dafür sorgt
Barbara Steinfort. „Frau Steinfort ist
mit absolutem Herzblut bei der Sache
und macht es jedem Kursteilnehmer
in Balve so angenehm wie möglich“,
schwärmt Achim Puhl und lobt bei der
Gelegenheit auch das gesamte Team
der VHS Menden-Hemer-Balve, die
bei den geplanten Aufgaben alle an einem
Strang ziehen.
Bereits kurzfristig wird sich in Balve
das eine oder andere ändern. So ist
pro Semester eine Podiumsdiskussion
geplant, bei welcher sich die Balver
Bürger unter anderem mit Hubertus
Mühling über aktuelle und wichtige
Themen für die Stadt austauschen können.
Die kommende Veranstaltung
beschäftigt sich mit dem Thema Stadtmarketing.
Auch auf die räumlichen
Gegebenheiten wird reagiert und so
können bislang fehlende Computerkurse
künftig mit dem eigenen Laptop
absolviert werden.
Persönlich fühlt sich Achim Puhl im
Sauerland bereits sehr wohl. Mittlerweile
ist der 44-Jährige nicht mehr
ganz so abenteuerlustig wie noch vor
einigen Jahren. Seine Familie und
insbesondere seine kleine Tochter
bringen den naturverbundenen Hobbysportler
zur Ruhe und so könnte er
es sich durchaus vorstellen, in seiner
neuen Heimat alt zu werden.
Kennen Sie eine Balver Persönlichkeit, die wir unbedingt vorstellen sollen? Schreiben Sie uns!






