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10 Fragen an ...

Dr. Bernhard Genzel, Chefarzt des Marienhospitals in Balve

Balver im Gespräch - Dr. Bernhard Genzel
  • Geboren am 27.6.1948 inMühlhausen
  • Familienstand: verheiratet
  • Seit dem 1. Juli 2000 im Marienhospital in Balve
  1. Aus Mitteln des Konjunkturpakets kann die geplante Renovierung des Balver Krankenhauses zeitnah erfolgen. Welche weiteren Maßnahmen würden Sie sich wünschen?
    Momentan keine weiteren. Die Zusammenarbeit mit den Internisten unseres Hauses ist sehr gut und wird durch die Maßnahme weiter optimiert. Mit einigen niedergelassenen Hausärzten in Balve wünsche ich mir eine bessere Zusammenarbeit, denn nicht selten werden Patienten unnötigerweise z.B. nach Hemer zu Untersuchungen und Operationen geschickt, die auch hier in unserem Haus problemlos durchgeführt werden könnten

  2. Haben Sie ein bestimmtes "Ritual" vor bzw. bei einer OP?
    Das übliche chirurgische Ritual mit Hände waschen, Desinfektion und der Check-up, was genau zu tun ist. Das ist ähnlich wie beim Start eines Flugzeugs und hat in den letzten Jahren vermehrt an Bedeutung gewonnen.

  3. Schauen Sie Arztserien wie Emergency Room oder ähnliches?
    Nein. Erstens ist mir meine Zeit dafür zu schade, zweitens erlebe ich es täglich in der Realität und drittens war die einzige realitätsnahe Arztserie „Das Krankenhaus am Rande der Stadt“ und lief vor ungefähr 30 Jahren.

  4. Wollten Sie als Kind schon Arzt werden, oder doch eher Pilot oder Feuerwehrmann?
    Als Kind wollte ich Förster werden, da ich als junger Bursche viel im Wald war und Wildpflege betrieben habe.

  5. Mit wem möchten Sie gerne mal für einen Tag den Beruf tauschen?
    Mit dem inzwischen leider verstorbenen Jazz-Pianisten Oscar Peterson. Vor Jahren hatte ich das Glück, ihn live in Mülheim erleben zu dürfen.

  6. Überzeugen Sie einen Freund in drei Sätzen, dass er nach Balve umziehen soll.
    Gerade wenn jemand Kinder hat, ist die Region hier im Sauerland optimal. Hier lebt man in persönlicher Atmosphäre, in einer fantastischen Umgebung mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten und einem erstaunlichen Kulturangebot – von Meinerzhagen bis Iserlohn. Andererseits erreicht man die Großstadt in einer akzeptablen Zeit und kann sich jederzeit in sein Refugium zurückziehen.

  7. Haben Sie Zeit für Hobbies? Welche?
    Diese Zeit nehme ich mir. Ich lese sehr gerne, sammle Aphorismen, höre Jazz- Musik. Außerdem fahre ich gerne Ski und spiele Golf, wenn es die Zeit zulässt.

  8. Welches zuletzt gelesene Buch hat Ihnen am meisten gefallen?
    Ich lese sehr gerne Biografien von Staatsmännern oder Politikern. Mit Abstand am meisten beeindruckt hat mich Helmut Schmidts „Außer Dienst“. Dieses Buch sollte meiner Meinung nach auch im Schulunterricht zum Einsatz kommen. Bewegt war ich auch von dem Buch „Mein Leben“ von Marcel Reich-Ranicki. Es ist sehr erschütternd, wie er über das Dritte Reich und die problematische Zeit danach berichtet.

  9. Wenn Sie 10 Millionen im Lotto gewinnen würden, was würden Sie machen?
    Einen Teil würde ich auf jeden Fall Schwester Cäcilia spenden, eine ehemalige Schwester unseres Hauses, die auf den Philippinen ein Projekt ins Leben gerufen hat, das sich um Straßenkinder kümmert. Da wüsste ich genau, dass das Geld an der richtigen Stelle ankommt.

  10. Wie feiern Sie Weinachten?
    Traditionell mit der Familie. Wir unternehmen viele Spaziergänge und unterhalten uns viel. Meine beiden Söhne kommen samt ihren Familien in der Weihnachtszeit nach Balve und wir haben etwas Zeit zusammen. Mein größter Traum wäre es mal, vom 22. Dezember bis zum 6. Januar zusammenhängend in Urlaub zu gehen. Da ich aber entweder an Weihnachten oder Silvester Dienst habe, werde ich damit wohl noch bis zur Pensionierung warten müssen. Aber dann werde ich zu dieser Zeit in Ski- Urlaub fahren ...

Interview: KR
Foto: SL